Neun Siezenheimer halten Titeltraum am Leben

Rund 80 Minuten mit zwei Mann weniger am Feld, rang der Tabellendritte der 1.Landesliga dem Spitzenreiter Hallwang ein 1:1 ab. Der Kampf um den Aufstieg bleibt damit völlig offen.

Keine Viertelstunde war beim Spitzenspiel der 1.Landesliga in Hallwang am Samstag gespielt, als Schiedsrichter Markus Tiefgraber nach einem Foul gleich zwei Siezenheim Kicker ausschloss: Ex-Profi Maximilian Karner sah wegen einer vermeintlichen Torchanchenverhinderung die rote Karte. Kapitän Corvin Resch musste nach zu heftiger Beschwerde ebenfalls vom Feld. "Wir waren aber auch danach die besserer Mannschaft", meinte Trainer Raphael Ikache, dessen Team erst nach dem Seitenwechsel Chancen der Hallwanger zulassen musste. "Wirklich zwingend waren wir aber nie", ärgert sich Hallwangs Obmann Christian Schmidhuber, der Ruhe im Spiel seiner ansonsten so heim- und offensivstarken Elf vermisste. "Wir wollten in Überzahl wohl zu viel. Siezenheim hat das zu neunt aber auch extrem gut gemacht." Selbst nachdem Adil Alic den Tabellenersten nach einer Stunde in Führung gebracht hatte, blieb Siezenheim über Standardsituationen gefährlich. Und Michael Prötsch erzielte in der Schlussviertelstunde tatsächlich den Ausgleich. "Ich habe mich noch nie so über einen Punkt gefreut. Die Mannschaft hat immer an sich geglaubt und war eine unglaubliche Einheit. Die Kilometerstatistik wäre wirklich interessant", sagte Ikache stolz. "Wir sind damit weiter im Rennen", betont der Siezenheim-Coach, der ab Sommer beim Westligisten Anif tätig ist. "Es gäbe für mich nichts Schöneres als zum Abschied erneut aufzusteigen." Weil Bergheim in Henndorf ebenfalls 1:1 spielte, trennen das Spitzentrio weiter drei Punkte. Obwohl Hallwang auch nach dieser Runde die Tabelle anführt, ist der Ärger groß. "Wir haben mit diesem Unentschieden eine extrem große Chance im Titelkampf vergeben", haderte Schmidhuber, der ab Sommer ohne Torjäger Elvis Ozegovic auskommen muss. Der 22-fache Saisontorschütze wechselt nach Ostermiething in Oberösterreich. Auch er würde sich wohl gern als Meister verabschieden.

Quelle: SN